Ratgeber · Stand: Juli 2026 · Lesezeit ca. 6 Min.

FTX, Celsius & Co.: Verluste aus insolventen Börsen dokumentieren

Der Zusammenbruch großer Krypto-Plattformen hat viele Anleger getroffen. Neben dem finanziellen Schaden kommt ein praktisches Problem hinzu: Die Handelshistorie liegt oft nur noch teilweise vor — die API ist tot, das Konto gesperrt, Exporte fehlen. Für die Steuer ist genau diese Dokumentation aber entscheidend.

Das Kernproblem: Ohne belastbare Nachweise über Einzahlungen, Trades und den Verbleib der Guthaben lässt sich weder ein Verlust noch die ursprüngliche Anschaffung sauber darstellen — und das Finanzamt kann im Zweifel schätzen. Die steuerliche Behandlung solcher Verluste ist zudem komplex und einzelfallabhängig; sie gehört in die Hände eines Steuerberaters.

Warum die Daten so lückenhaft sind

Was sich rekonstruieren lässt — und was nicht

Ehrlich: Interne Trades innerhalb einer toten Börse lassen sich nachträglich kaum wiederherstellen, wenn keine Exporte existieren. Was aber sehr wohl belegbar ist: Ihre On-Chain-Ein- und Auszahlungen zu und von der Börse — mit Zeitstempel und Betrag. Das ist häufig der entscheidende Baustein, um zu zeigen, wann welche Mittel eingezahlt wurden und was nachweislich dorthin geflossen (und nicht zurückgekommen) ist.

Wichtig: Ob und wie ein solcher Verlust steuerlich anerkannt wird, hängt vom Einzelfall und der aktuellen Rechtslage ab und ist umstritten. Wir liefern die Datengrundlage — die steuerliche Bewertung trifft Ihr Steuerberater.

Wie wir helfen

Wir rekonstruieren Ihre On-Chain-Bewegungen zu und von der betroffenen Plattform, ordnen Ein- und Auszahlungen zeitlich zu und dokumentieren sie nachvollziehbar. Kombiniert mit den Unterlagen, die Sie eventuell noch haben (alte E-Mails, Screenshots, Teilexporte), entsteht so die belastbarste Darstellung, die aus der verbliebenen Datenlage möglich ist.

Was ist on-chain noch nachweisbar?

Der kostenlose Sofort-Scan zeigt in 30 Sekunden Ihre On-Chain-Bewegungen — der Ausgangspunkt für die Dokumentation.

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Grundlagen: § 23 EStG; § 20 EStG; § 162 AO. Die steuerliche Anerkennung von Verlusten aus Krypto-Insolvenzen ist einzelfallabhängig und rechtlich umstritten. Technische Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung.